1. Männer: Bericht zum Derby-Heimsieg

Müller-Schützlinge setzen Ausrufezeichen

Handball, Thüringenliga Männer, 7. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HSG Werratal 30:18 (17:10)

Sonneberg. Dank einer fulminanten Leistung siegen die Thüringenligahandballer des Sonneberger Handballvereins (SHV) vor knapp 500 Zuschauern mit 30:18 im Südthüringenderby gegen den Meisterschaftsanwärter aus dem Werratal! Es war ein Spiel zum mit dem Zunge schnalzen, stets kurzweilig und über weite Strecken auf einem hohen Niveau – zumindest was die Leistung der Spielzeugstädter angeht.

Von den Gästen aus dem Werratal, die ebenfalls um den Meistertitel mitspielen wollen, war man nach den absolvierten 60 Minuten enttäuscht. Ohne richtige Spielidee und zu eindimensional, wie es einzelne Werrataler Spieler nach der Partie auf den Punkt brachten, hatten sie nie eine Siegchance – leider sahen das nicht alle so. Bereits Mitte der zweiten Hälfte hatten sich die Gäste die Schuldigen ausgesucht. Die beiden Herren in schwarz bekamen nun immer öfter den Unmut der Werrataler zu hören, weil sich diese benachteiligt fühlten. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie aber bereits mit zehn Toren zurück und die eine oder andere sicherlich strittige Schiedsrichterentscheidung, steht jedoch in keinem Verhältnis zum eigenen Unvermögen. Die Enttäuschung über die eigene Leistung war den Gästen jedenfalls deutlich anzumerken. Doch so kann und darf man sich als vermeintliche Spitzenmannschaft nicht präsentieren, weder gegenüber Schiedsrichtern noch gegenüber den Zuschauern. Werratal präsentierte sich im zweiten Durchgang und nach dem Spiel als unsportlicher und unfairer Verlierer, das war man eigentlich nicht gewohnt, auch wenn die Duelle immer heiß umkämpft sind. Vielleicht saßen der Ärger und der Frust ob der Demontage aber doch zu tief. Im Rückspiel in der Rückrunde jedenfalls wird man mit Sicherheit auf eine andere Mannschaft treffen.

Doch zurück zum aktuellen Spiel: Die Hausherren waren von Beginn an hellwach und demonstrierten gleich deutlich, dass die Punkte diesmal in der Spielzeugstadt bleiben sollten. Sonnebergs Bestem gelang die 1:0-Führung. Man muss zwar von einer nahezu perfekten Mannschaftsleistung reden, doch Neuzugang Krisztian Benak kann man durchaus als den spielentscheidenden Akteur bezeichnen. Er kurbelte das Angriffsspiel an, band seine Nebenleute bestens ein und vollstreckte nebenbei selbst sehr gut. Nach dem 2:0 durch Thorsten Zimmermann, den man als Hauptorganisator einer bombensicheren Deckung bezeichnen kann, erhöhten die Gastgeber in der Folgezeit auf 4:1 und später 10:6. Werratal kam einfach nicht ins Spiel und fand vor allem in der Offensive gegen die extrem starke Sonneberger Defensive keine Lösungen. Dazu kam im Tor ein glänzend aufgelegter Nils Thomas, der die gegnerischen Spieler beinahe vollends entnervte. Bei den Spielzeugstädtern blitzte im ersten Durchgang auch die individuelle Klasse eines weiteren Neuzugangs auf. Immer dann, wenn er gebraucht wurde, lochte Marius Bondar ein. Sechs seiner insgesamt sieben Tore erzielte er in den ersten 30 Minuten. Und zum Ende des ersten Abschnitts deutete sich bereits eine kleine Vorentscheidung an. Während Werratal in der 23. Minute letztmals traf (10:13 aus deren Sicht), netzten die Schützlinge von Manuel Müller noch weitere viermal ein. Zweimal tankte sich dabei Zimmermann energisch durch und symbolisierte damit eindrucksvoll, wer an diesem Abend der Herr im Hause SBBS-Halle war. Beim Stand von 17:10 ging es zum Pausentee.

Nach dem Seitenwechsel waren die Sonneberger dann glücklicherweise auch gleich wieder voll da und erstickten die letzten leisen Werrataler Hoffnungen im Keim. Das Spielgeschehen plätscherte dann knapp 15 Minuten vor sich hin, ehe Bondar mit einem sehenswerten „Dreher-Treffer“ die erstmalige Zehn-Tore-Führung besorgte (23:13). Beim kurz darauf folgenden 26:14 in der 51. Minute waren es gar erstmals zwölf Tore Differenz und so langsam aber sicher ließen die Hausherren etwas nach. Hinten gestattete man den Gästen bis zum Schlusspfiff noch vier weitere Treffer und auch vorne zeigte man eine nicht mehr so fokussierte Leistung, was an diesem Abend dennoch zu vier weiteren Treffern genügte (30:18). Kurz um, es war eine nahezu perfekte Vorstellung der Spielzeugstädter, bei denen es in allen Mannschaftsteilen stimmte und worauf in der Zukunft natürlich einiges aufgebaut werden kann. Doch bei aller Euphorie erkannten die Spieler selbst, dass es auch für einen solchen Sieg nur zwei Punkte gibt und das man nächste Woche in Ronneburg nachlegen muss, um weiterhin auf dieser Erfolgswelle schwimmen zu können.

Presse SHV

Sonneberg: Thomas, Liptak; Schmidt, Boseckert (1), Müller, Bondar (7), Schlücke, Weitz (5/2), Benak (8/4), Oehrl (3), Zimmermann (3), Weißbrodt (3), Rehm

Strafwürfe: Sonneberg: 6/7; Werratal: 4/4
Zeitstrafen: Sonneberg: 3; Werratal: 9+1RK
Disqual.: Q. Alaj (Werratal, 60. Min., 3x2min)
Zuschauer: 500

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