1. Männer: Grandioser Derbysieg

Ein perfektes Derby zum Abschluss

Handball, Thüringenliga Männer, 23. Spieltag, Bericht

HSG Werratal 05 – Sonneberger HV 27:35 (15:16)

Sonneberg/Breitungen. „Das war vermutlich unser bestes Saisonspiel“, zeigte sich Sonnebergs Trainer Konstantin Selenow am Sonntag nach dem Spiel mehr als zufrieden. Und das konnte er auch sein. Bei heimstarken Werratalern, die noch um den dritten Tabellenplatz kämpften, zeigten sich die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) von ihrer Schokoladenseite und fertigten die Hausherren mit 35:27 ab. Der finale zweite Tabellenrang stand für die Spielzeugstädter zwar bereits vor dem Südthüringenderby im Werratal fest, doch mit dieser Leistung untermauerten sie noch einmal, dass sie eine wahre Spitzenmannschaft sind.

Coach Selenow verriet nach dem Spiel, dass er sich mit seinem spielenden Co-Trainer Manuel Müller vollkommen einig sei, dass dies genau das Spiel sei, welches die beiden sehen wollen. Hinten standen die SHV-Mannen, mit Spielertrainer Müller mittendrin, sattelfest und hatten zudem mit George Alin Plesca einen perfekten Rückhalt. Der rumänische Torhüter läuft am Saisonende zur Hochform auf, was Selenow wiederum für die kommende Spielzeit hoffen lässt. Doch auch sein Pendant zwischen den Pfosten, Sandu-Lulian Lonica machte seine Sache sehr gut, als er rein kam, denn er parierte prompt zwei gegnerische Strafwürfe. Doch nicht nur mit der Abwehr, vor allem vom Angriff zeigte sich Kostja, wie Selenow von allen genannt wird, höchst zufrieden. „Krisztian Benak war überragend, torgefährlich und führte perfekt Regie“, schwärmte der Coach. Benak selbst zeigte vermutlich sein bestes Spiel im Sonneberger Trikot, traf selbst insgesamt 15 (!) Mal und setzte dazu seine Nebenleute noch gekonnt in Szene. Immer wenn Werratal ihn vermeintlich im Griff hatte, netzten andere ein. Allen voran Marius Bondar, der siebenfache Torschütze. Aber auch von den Rückraumtoren von George Alexandru Cadar zeigte sich Selenow beeindruckt und ergänzte: „Eigentlich kann ich gar niemand einzeln loben, die Mannschaft spielte nahezu perfekt zusammen, es gab keine Unstimmigkeiten und deshalb haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen!“

Im ersten Durchgang waren allerdings erst die Hausherren tonangebend, führten sie doch nach acht gespielten Minuten mit 7:3. Aber auch vom noch folgenden 10:6 (16. Min.) für Werratal ließen sich die Spielzeugstädter nicht verunsichern. „Wir hatten uns bereits in dieser Phase beste Torwurfchancen herausgespielt, scheiterten aber noch am gegnerischen Schlussmann“, analysierte Selenow. Doch spätestens als Sonneberg in Unterzahl erst hinten einen Strafwurf parierte und vorne Bondar zum 14:14-Ausgleich traf, wendete sich das Blatt. Kurz vor der Pause war die Stimmung auf dem Parkett in der Sonneberger Hälfte glänzend – und auf den Rängen sowieso! Ein vollbesetzter Ikarus Fanbus rollte bekanntlich nach Breitungen und die Sonneberger Fans verbreiteten Heimspielatmosphäre. Zum Pausentee ging es bereits mit einer 16:15-Führung für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel führten die Spielzeugstädter in der 37. Spielminute erstmals mit drei Toren (20:17) und bauten den Vorsprung in der Folgezeit Stück für Stück aus. Wie bereits beschrieben stand die Abwehr sattelfest und der Angriff machte seine Sache nahezu perfekt. Für das Trainergespann gab es so kaum Punkte zu beanstanden. Als nach knapp 45. Minuten der überragende Benak vom Strafwurfpunkt aus zum 27:21 erhöhte, bogen die Spielzeugstädter endgültig auf die Siegerstraße ein. Der Rest war ein Schaulaufen zum Saisonabschluss in der Fremde, bei dem aus Sonneberger Sicht nichts mehr anbrannte und in einem nie gefährdeten 35:27-Auswärtssieg mündete. Ob die Stimmung da bereits auf dem Siedepunkt war oder erst später bei der Heimfahrt im Ikarus, vermochte Coach Selenow zwar nicht mehr zu beurteilen, denn er fuhr mit einigen separat nach Hause. Doch er war überzeugt davon, dass diese Heimfahrt legendär war und schob nach, dass sich das auch alle verdient hätten. Bleibt nur noch zu hoffen, dass in der kommenden Woche beim letzten Heimspiel der Saison gegen Ronneburg eine ähnlich gute Leistung aufs heimische Parkett gezaubert wird, denn dann können alle Fans und Spieler beruhigt und zufrieden in die Sommerpause.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt, Bursuc, Müller, Bondar (7/1), Benak (15/6), Cadar (4), Dietrich, Deli (4), Bulov (5), Konsel

Strafwürfe: Werratal: 4/7, Sonneberg: 7/9

Zeitstrafen: Werratal: 5, Sonneberg: 7

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