1. Männer: Auf gehts nach Ronneburg

Handballer müssen in den Hexenkessel

Handball, Thüringenliga Männer, 2. Spieltag, Vorbericht

HSV Ronneburg – Sonneberger HV Sa. 19 Uhr

Sonneberg. Nach dem peinlich-verkorksten Heimauftakt der neuen Spielzeit 2019/2020 müssen sich Sonnebergs Thüringenligahandballer am kommenden Samstagabend im Hexenkessel von Ronneburg beweisen. Einige der Akteure der ersten Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) kennen jene Halle in der Zeitzer Straße zu Ronneburg bereits und wissen, was einen dort erwartet. Für andere wird es Neuland werden. Und da es sich sowieso um die erste Auswärtsfahrt der neu zusammen gewürfelten Truppe handelt, ist eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten schwierig. Klar dürfte lediglich sein, dass vom Sonneberger Trainergespann eine Reaktion erwartet wird – von wem auf dem Parkett genau, bleibt offen.

In Ronneburg steht man beim Heimspielauftakt ein bisschen unter Druck, verlor man doch das erste Saisonspiel vergangene Woche in Suhl mit 28:21 recht deutlich. In eigener Halle ist das Auftreten aber stets ein anderes und Angsthasen-Handball braucht keiner vom Gastgeber zu erwarten. Aus den vorhandenen Möglichkeiten holen die Ostthüringer seit Jahren nahezu das Optimum heraus und landeten auch in der letzten Saison auf einem sehr guten 5. Platz. Für die neue Spielzeit dürfte man sich in Ronneburg ein ähnliches Ergebnis vorgenommen haben, steht mit Mirko Alexy doch der Goalgetter nach kurzem Ausflug in die Mitteldeutsche Oberliga wieder vollumfänglich zur Verfügung.

Bei den Spielzeugstädtern indes darf man gespannt sein, wer diesmal als Haupttorewerfer auftrumpfen wird. Letztes Jahr in Ronneburg war es Peter Deli mit 11 Treffern. Er kann es auf keinen Fall werden, trat er im Sommer doch die Reise in seine ungarische Heimat an. Kapitän Marius Bondar ist immer für viele Tore gut, aber vielleicht wird es auch einer der ukrainischen Neuzugänge. Die Möglichkeiten dazu haben Oleg Kumogorodskyy und Oleksandr Pedan allemal. Doch nicht nur im Angriff muss vieles passen, wenn man in Ronneburg gewinnen will. Vor allem in der Deckung gilt es ordentlich zuzupacken. Die zweite Hälfte gegen Mühlhausen gab laut Sonnebergs Trainer Konstantin Selenow zumindest schon eine grobe Übersicht der möglichen Abwehrvarianten. Doch nicht nur von den Feldspielern erwartet man eine Steigerung, die nach dieser kurzen Einspielphase aber wahrlich auch nicht vorausgesetzt werden konnte. Der Vereinsvorsitzende und ehemalige Torhüter der Spielzeugstädter, Alexander Ebert, erwartet auch eine Steigerung im Tor. „Gegen Mühlhausen haben wir das Torhüterduell klar verloren, unabhängig von der letzten Aktion. Deshalb erwarte ich in Ronneburg auch eine entsprechende Reaktion“, formulierte er deutlich, schob aber hinterher, „dass die Abstimmung zwischen Torhüter und Abwehr nach einer Woche gemeinsamer Vorbereitung eben noch nicht weiter sein konnte.“

In Ronneburg wird sich am Samstagabend ab 19 Uhr also zeigen, wie viel man vom Rückstand aus der fehlenden gemeinsamen Vorbereitung im Sommer bereits wettmachen konnte. Ein Doppelpunktgewinn jedenfalls wäre Balsam für die aktuell aufgekratzte Sonneberger Handballseele.

Presse SHV

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