1. Männer: Bericht zum ersten Auswärtssieg der Saison

Energische Reaktion

Handball, Thüringenliga Männer, 2. Spieltag, Bericht

HSV Ronneburg – Sonneberger HV 22:32 (9:18)

Sonneberg/Ronneburg. Die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) haben am vergangenen Samstagabend die eingeforderte Reaktion gezeigt und in Ronneburg mit 32:22 gewonnen. An sich ist es überhaupt schwer im Hexenkessel in der Zeitzer Straße in Ronneburg zu bestehen. Die Art und Weise wie es die Spielzeugstädter getan haben, nötigt schon gehörigen Respekt ab.

Sonnebergs Trainer Konstantin Selenow war am Tag danach immer noch euphorisiert und fand kaum Worte. Dabei stellte er allerdings auch fest, dass das von ihm und Manuel Müller trainierte Team bereits in der Vorwoche zu Hause gegen Mühlhausen gut spielte, sich am Ende aber nicht belohnte. Diesmal aber machte es von Anfang an Spaß zu zuschauen, denn die Abläufe passen immer besser zusammen. Und so wollte Coach Selenow an sich keinen einzelnen Spieler loben, da er die Mannschaft an sich sehr stark fand, tat es schließlich aber doch.

„Gefreut habe ich mich für Paul Dietrich, der den anderen wichtige Pausen verschaffte und dabei selbst drei Treffer erzielte. Alin Plesca im Tor hielt seine Ecke bärenstark und die Abwehr davor war einfach weltklasse“, lobte der einstige ukrainische Auswahlspieler. „Was die neuen Jungs aus meiner Heimat draufhaben, weiß ich und deshalb bin ich von deren Leistung auch nicht überrascht. Eher stolz, denn mittlerweile funktioniert das Zusammenspiel immer besser.“ Er meint damit die Deckung, in der Marius Bondar, Cristian Bursuc und die beiden Neuzugänge Oleg Kumogorodskyy und Oleksandr Pedan Schwerstarbeit leisteten. Letzterer war sogar gehandicapt, er kugelte sich bereits in der Vorwoche den Finger aus, biss diesmal aber auf die sprichwörtlichen Zähne. So benötigte er seine Pausen, genauso wie der unter der Woche erkältungstechnisch flachliegende Bondar.

Einerseits war es Dietrich, der für Entlastung sorgte. Andererseits sorgte aber auch das routinierte Auftreten der gesamten Mannschaft immer wieder für Ruhe. Allen voran Anatoli Bulov zeigte vor allem im ersten Durchgang seine Klasse und erzielte allein sechs seiner insgesamt acht Treffer. Im Angriff spielte man bis zur Chance und nutzte diese tatsächlich auch konstant und so zog man bereits in der ersten Hälfte vorentscheidend davon. Bis zum 3:3 konnten die Gastgeber noch mithalten, danach gaben die Gäste aus Südthüringen den Ton an. Über die Stationen 7:4, 13:8 und 14:9 schraubte Bondar den Vorsprung mit dem Pausenpfiff vom Strafwurfpunkt auf 18:9 in die Höhe. Das nach dem Seitenwechsel folgende 19:9 durch Bulov war die erstmalige Zehn-Tore-Führung. Anschließend verwalteten die Spielzeugstädter den Vorsprung, ohne wirklich in Gefahr zu geraten. Sie verteidigten hart, aber nicht unfair und spielten trotzdem fast die Hälfte des zweiten Durchgangs in Unterzahl, was allein acht Zeitstrafen von der 38. bis zur 57. Minute belegen. Aber auch davon ließen sich die routinierten Gäste nicht abschrecken, traten als Team auf und feierten vollkommen zurecht am Ende den ersten Doppelpunktgewinn der noch jungen Saison. Nach dem letztwöchigen Remis sicherlich ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit, kommt mit dem SV Hermsdorf doch in der nächsten Woche der nächste Kracher in die Spielzeugstadt. Diese fertigten in eigener Halle jüngst die hochgehandelten und bis dahin ungeschlagenen Suhler souverän mit 30:27 ab.

Presse SHV

Sonneberg: Plesca, Dzhulay; Bursuc (1), Müller (1), Bondar (10/5), Kumogorodskyy (7), Dietrich (3), Ignat (1), Pedan (1), Bulov (8)

Strafwürfe: Ronneburg: 5/5, Sonneberg: 5/5;

Zeitstrafen: Ronneburg: 5, Sonneberg: 11+1RK

Disqual.: Bursuc (Sbg., 58. Min., 3x2 min)

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