1. Männer: 31:31-Remis zum Jahresauftakt

Wieder nur ein Punkt gegen Mühlhausen

Handball, Thüringenliga Männer, 12. Spieltag, Bericht

VfB TM Mühlhausen – Sonneberger HV 31:31 (15:15)

Sonneberg/Mühlhausen. Es bleibt dabei, die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) können einfach nicht in Mühlhausen gewinnen. Diesmal erkämpften sie ein 31:31-Remis. Nach dem 29:29 im Hinspiel, teilte man mit den Thomas-Müntzer-Städtern auch im Rückspiel die Punkte. Für die Spielzeugstädter war es erst der zweite Punktverlust in der gesamten Saison. Die Hausherren werden den Punkt sicherlich als Gewinn feiern, schleppten sie sich bisher doch eher durchwachsen durch die Spielzeit. Der reinen Tabellenkonstellation nach dürften die Südthüringer als Favorit gegolten haben, doch die Mühlhäuser stellten erneut ihre Heimstärke unter Beweis.

„Wir haben gegen einen richtig starken Gegner gespielt und wenn dann nicht alles zu 100% passt, kannst du auch nicht gewinnen“, formulierte Sonnebergs Trainer Konstantin „Kostja“ Selenow am Sonntag nach dem Spiel. Er klang dabei allerdings nicht sonderlich ärgerlich, sondern erkannte die Stärke der Mühlhäuser an und hatte auch Erklärungen für die vermeintliche „Schwäche“ der Spielzeugstädter parat. „Wir konnten in der zurückliegenden Woche im Prinzip erst am Freitag mit der kompletten Mannschaft trainieren und müssen erneut drei Neuzugänge einbauen. Vor allem das fehlende Training wegen Urlaub und Arbeit machte sich in der Schlussphase bemerkbar“, gestand der ehemalige ukrainische Nationalspieler ein. Er meinte damit vor allem die beiden Konter, als jeweils ein Sonneberger allein auf den gegnerischen Kasten zulief, den Ball aber nicht im Netz unterbrachte. Es wäre womöglich die Entscheidung in einem intensiven Spiel gewesen, doch so fielen in den letzten knapp vier Minuten auf beiden Seiten keine Tore mehr und es kam schlussendlich zur gerechten Punkteteilung. „Das waren wahrscheinlich konditionelle Mängel“, resümierte der Coach, anders konnte er sich nicht erklären, wie man gerade in der Endphase so viele Chancen ungenutzt ließ. Vielleicht spielte aber auch der Kopf eine Rolle, denn einerseits wollte man unbedingt das erste Mal in Mühlhausen gewinnen und andererseits weiß jeder, was für Partien warten. Von dem her könnte es auch sein, dass der eine oder andere einfach zu viel wollte. Wie dem auch sei. Ob es sich nun um einen Punktverlust handelt oder nicht, muss in gewisser Weise jeder selbst entscheiden. Bei „Kostja“ hörte es sich zumindest nicht negativ an, er stellte die Integration der Neuzugang und das verbesserungswürdige Zusammenspiel in den Vordergrund.

Einer jener Neuzugänge ist Roman Honcharov. Er fügte sich prächtig ein und markierte gleich fünf Treffer. Der 2,07 Meter-Mann soll vor allem Druck aus dem Rückraum machen. Sein Zwillingsbruder Ruslan ist genauso groß, aber Kreisläufer und verschaffte Marius Constantin Ignat einige Verschnaufpausen. Vor allem im Deckungsverband soll Ruslan gemeinsam mit dem ebenfalls sehr kräftigen Oleg Kumogorodskyy den sprichwörtlichen Beton anrühren. Das dies nach einer gemeinsamen Trainingswoche noch nicht perfekt funktionieren kann, ist allerdings auch klar. Als weiteren Neuzugang betitelte Selenow den Ukrainer Konstiantyn Ustymenko. Er spielte zwar bereits vor der Weihnachtspause in zwei Partien mit, braucht aber dennoch auch noch Eingewöhnungszeit.

Welch guten Handball die Südthüringer in der Lage sind zu spielen, zeigten sie vor allem in der Mitte des zweiten Durchgangs. Nach dem 15:15-Halbzeitstand war man in der 45. Minute drauf und dran eine Vorentscheidung herbeizuführen, als man mit 25:22 in Führung ging. Doch zwei Strafwurftreffer brachten die Hausherren zurück ins Spiel. Ein Blick in die Spielstatistik offenbart zudem, dass die Gastgeber gleich zehnmal an die Siebenmeterlinie durften. Die Gäste aus Südthüringen dagegen tatsächlich kein einziges Mal. Doch daran lag es nicht. Vielmehr schwanden bei den Spielzeugstädtern die Kräfte und die Mühlhäuser gewannen mit ihrem fantastischen Publikum im Rücken immer mehr Oberwasser. Knapp zehn Minuten vor Schluss gingen sie deshalb auch erstmals seit der ersten Hälfte in Führung (28:27). Der Rest war ein Krimi, wie er im Buche steht. Eine Mannschaft legte vor, die andere glich aus. Und in den letzten Minuten hatten dann wohl beide Teams ihr Pulver verschossen bzw. nicht mehr genügend Kraft, den sogenannten „Lucky Punch“ zu setzen, also den Siegtreffer zu erzielen. Und so kann man wohl durchaus von einer gerechten Punkteteilung sprechen. Mühlhausen verharrt dadurch weiterhin auf dem siebten Tabellenplatz, die Spielzeugstädter verteidigten die Tabellenführung.

Presse SHV

Sonneberg. Plesca, Schleuchardt; Ustymenko (2), Bursuc (7), Müller, Bondar (4), Ruslan Honcharov, Kumogorodskyy (3), Dietrich, Roman Honcharov (5), Ignat (6), Bulov (4)

Strafwürfe: Mühlhausen: 8/10, Sonneberg: 0

Zeitstrafen: Mühlhausen: 2, Sonneberg: 3

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