1. Männer: Das ultimative Spitzenspiel steht an!

Das ultimative Spitzenspiel!

Handball, Thüringenliga Männer, 14. Spieltag, Vorbericht

SV Hermsdorf – Sonneberger HV Sa. 19:30 Uhr (Busabfahrt: 15:30 Uhr)

Sonneberg. Am kommenden Samstagabend blickt die Handballwelt in Thüringen nach Hermsdorf. Denn dort steigt das ultimative Spitzenspiel der höchsten Spielklasse des Freistaats zwischen den vermutlich einzigen beiden Mannschaften, die die Meisterschaft und das damit verbundene Aufstiegsrecht unter sich ausmachen – zumindest, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Beide Teams trumpften in der bisherigen Spielzeit sehr dominant auf und rangieren deshalb vollkommen zurecht auf den beiden Spitzenplätzen. Das Klassement führen dabei derzeit die Männer vom Sonneberger Handballverein (SHV) an. Sie haben erst zwei Remis und noch keine einzige Niederlage verbuchen müssen (24:2 Punkte). Hermsdorf unterlag bereits zweimal und hat demnach 18:4 Punkte, bei zwei Punktspielen Rückstand. Nächster Verfolger den Minuspunkten nach ist Werratal mit 16:8 Punkten. Das Duell zwischen den Spielzeugstädtern und den Holzländern allerdings ist das Topspiel des Spieltags, ja vermutlich der gesamten Saison.

Im Sonneberger Lager will keiner offen darüber reden, doch ein Blick auf die Tabelle und in die Regularien verdeutlicht, dass diese Partie aus Sicht der Südthüringer durchaus vorentscheidenden Charakter auf dem Weg zu einer möglichen Meisterschaft hat. Denn, gewinnt Sonneberg haben sie bereits vier Punkte Vorsprung und zugleich das direkte Duell, welches bei Punktgleichheit herangezogen wird, ebenfalls für sich entschieden. Das Hinspiel gewannen die Spielzeugstädter hauchdünn mit 24:23. Ganz anders sieht das Bild nach einem Heimsieg der Hermsdorfer aus. Dann nämlich wären beide Teams punktgleich und würden sich bis zum Saisonende vermutlich ein Kopf-an-Kopf liefern. Natürlich will sich von den Verantwortlichen auf derartige Gedanken- und Rechenspiele im Vorfeld zu einem derart wichtigen Spiel keiner einlassen, doch erlaubt sind sie allemal. Allein aus dieser Konstellation heraus, aber auch aus der Dramatik des Hinspiels wird deutlich, dass die Handballfans beider Lager am Samstagabend ab 19:30 Uhr in der alt-ehrwürdigen Hermsdorfer Werner-Seelenbinder-Sporthalle ein großes Handballspiel erwarten dürfen. Die Halle könnte in Sachen Zuschauerkapazität vermutlich an ihre Grenzen stoßen, denn sowohl aus dem Lager der Gastgeber, aber natürlich auch aus dem Lager der Gäste aus Sonneberg werden etliche Fans erwartet.

Apropos Hinspiel, ein Name fällt in der Schlusssequenz des Hinspiels besonders häufig: Marius Constantin Ignat. Erst erzielte er die beiden entscheidenden Tore zum damaligen 24:23-Heimsieg, dann wurde er nach der dritten Zeitstrafe mit der roten Karte vom Parkett geschickt. Generell war es eine intensive Begegnung, die mit neun Zeitstrafen für Sonneberg, acht Zeitstrafen für Hermsdorf und jeweils einer roten Karte auf beiden Seiten sehr brutal klingt. Aber unter dem Strich war es einfach eine harte Partie zwischen zwei Spitzenmannschaften der Thüringenliga. Das Fairness trotz aller Emotionen immer noch an erster Stelle stand und steht, verdeutlicht eine Situation aus dem Hinspiel, als sich Sonnebergs Kapitän Marius Bondar beim Fallen verletzte. Da auf Seiten der Spielzeugstädter keine medizinische Betreuung zur Verfügung stand, eilte sofort Hermsdorfs „Medizin-Mann“ zur Hilfe und stabilisierte Bondar. Bei aller Emotionalität, so sieht sportliche Fairness im Handball aus. Bleibt nur zu hoffen, dass die „Medizin-Männer“ am Samstag nicht all zu viel zu tun haben. Auf eine intensive Partie allerdings werden sich alle einstellen müssen.

Einen Favoriten oder gar eine Prognose, wer die Platte als Sieger verlassen wird, kann man nicht abgeben. Zu ausgeglichen agierten beide Teams im bisherigen Saisonverlauf und so wird die viel zitierte Tagesform am Ende den Ausschlag über Sieg oder Niederlage oder gar Unentschieden geben. Gespannt sind definitiv alle und damit es auch für die Gäste aus der Spielzeugstädter genügend Unterstützung von den Rängen gibt, besteht natürlich die Möglichkeit im gemeinsamen Mannschafts- und Fanbus mitzureisen. Abfahrt ist am Samstag um 15:30 Uhr wie gewohnt ab Lidl-Parkplatz Sonneberg.

Presse SHV

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