1. Männer: Vorbericht zum anstehenden Saisonbeginn

Handball, Bericht zum anstehenden Saisonbeginn

Handballer starten in außergewöhnliche Saison

Sonneberg. So langsam aber sicher wird es ernst für die Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV), eine ganz besondere Saison steht bevor. Nachdem die zurückliegende Spielzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgebrochen und die Spielzeugstädter zum Thüringenmeister erklärt wurden, wollen sie sich dem Abenteuer Mitteldeutsche Oberliga (MHV) stellen. „Es ist zwar schade, dass wir den Meistertitel nicht gebührend feiern konnten, verdient war der Titel aber schon“, erklärt SHV-Vorsitzender Alexander Ebert und ergänzt, dass man das mit dem Meistertitel verbundene Aufstiegsrecht in die Mitteldeutsche Oberliga wahrnehmen wird. „Stand jetzt gehen wir davon aus, dass wir in der nächsten Woche in das Abenteuer MHV-Oberliga starten!“

Was so einfach klingt, war in den zurückliegenden Wochen ein Kraftakt der besonderen Art. Bei den SHV-Verantwortlichen dürften etliche graue Haare dazu gekommen sein. Erst war unklar, ob und wie überhaupt gespielt werden kann. Dann stellte sich das Problem der Mannschaftszusammensetzung. Spielertrainer Manuel Müller erklärt dazu: „Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie war es für uns extrem schwer, neue und vor allem geeignete Spieler zu finden und diese nach Sonneberg zu holen. Nicht nur die reine Logistik, auch die Rahmenbedingungen haben uns dieses Unterfangen ungemein erschwert.“ SHV-Boss Ebert ergänzt, dass bei etlichen Sponsoren langwierige Verhandlungen anstanden, um den Mehraufwand der vierthöchsten Liga Deutschlands zu stemmen. Sonneberg steht rein wirtschaftlich mit der Nähe zu den alten Bundesländern zwar vergleichsweise noch gut da, jedoch sind viele Unternehmen mittelbar oder unmittelbar mit dem Automobilsektor verbunden und dort ist die wirtschaftliche Situation derzeit alles andere als positiv. „Aber wir haben es geschafft und konnten die Lücken im geplanten Etat schließen, sodass wir mittlerweile sowohl personell als auch wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Dafür danken wir natürlich besonders unseren Sponsoren, ohne die es nicht möglich wäre“, schiebt Ebert hinterher. Alle SHV-Verantwortlichen wissen aber natürlich auch, dass dem Kraftakt in der Saisonvorbereitung ein weiterer, viel langwierigerer Kraftakt folgen wird – die gesamte Saison.

Diese startet am 26. September mit dem Auswärtsspiel in Dresden. Dort trifft man auf den HC Elbflorenz II, der in der zurückliegenden Saison noch in der 3. Handballbundesliga spielte. Der Saisonstart könnte ungleich schwerer sein, blickt man auf das erste Heimspiel eine Woche später. Dann empfängt man mit NHV Concordia Delitzsch gleich noch den Vizemeister der MHV-Vorsaison. Illusionen gibt sich in der Spielzeugstadt derweil niemand hin, zumal die sportliche Vorbereitung alles andere als rund lief. „Aber alle Spieler sind heiß und wollen mit viel Kampfgeist in das Abenteuer gehen“, zeigt sich Spielertrainer Müller optimistisch. Doch nicht nur auf der Platte soll es intensiv zugehen, auch von den Rängen erhofft man sich lautstarke Unterstützung.

„Wir sind in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und werden in dieser Woche unser Hygienekonzept besprechen, um dann hoffentlich in der kommenden Woche die Feinplanung abschließen zu können“, erläutert Uwe Scheler aus dem SHV- Vorstand. Zur Unterstützung konnte man dabei den Hygiene-Profi Chris Normann gewinnen. Sie spielte einst selbst Handball in Sonneberg und möchte den Verein so gut es geht unterstützen. An dieser Stelle möchte Scheler auch noch einmal betonen, dass helfende Hände jederzeit gerne gesehen sind. Die zu verteilenden bzw. zu erledigenden Aufgaben können kurzfristig besprochen werden. Doch zurück zum Hygienekonzept:

Geplant ist, dass man am 3. Oktober mit Zuschauern das erste Heimspiel absolvieren kann. Damit dies funktioniert, wird es einige Änderungen für die Sonneberger Fans geben. In Thüringen gehörte man mit jeweils 300 – 400 Zuschauern stets zum Publikumsmagnet. Eine derartige Dimension ist derzeit aber leider nicht vorstellbar. Vorbehaltlich der Zustimmung des Landratsamtes wird als wichtigste Neuerung ein Online-Ticketsystem installiert, mit dem sowohl die Kontaktdaten aller Zuschauer registriert, als auch die Teilnehmeranzahl kontrolliert werden kann. Auf die Einhaltung der Hygienevorschriften, wie zum Beispiel Abstandsregeln, wird eine Vielzahl von Ordnern schauen. Außerdem werden in der gesamten Liga keine Gästefans zugelassen. Um diesen und vor allem auch den einheimischen Fans, die nicht in die Halle kommen können oder wollen, das Spiel dennoch live anbieten zu können, soll es einen Livestream im Internet direkt aus der SBBS-Halle in Steinbach geben. Die Spielzeugstädter Fans dürfen also gespannt sein, die Vorfreude zumindest steigt allerorts spürbar. Genauere Informationen werden selbstverständlich schnellstmöglich bekanntgegeben.

Presse SHV

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