1. Männer: Transfercoup der Spielzeugstädter

Transfercoup der Sonneberger Handballer

Sonneberg. Ein kleines, verschmitztes Grinsen konnte sich Sonnebergs Trainer Konstantin Selenow nicht verkneifen. Durch seine Kontakte landeten die Spielzeugstädter einen wahren Transfercoup und verpflichten zur neuen Saison Dino Mustafic vom Bundesligisten HSC 2000 Coburg. Der gebürtige Ukrainer Selenow hat daran natürlich erheblichen Anteil, spielte er doch einst mit Dinos Vater Elvedin „Elvis“ Mustafic gemeinsam in Coburg.

Der 19-Jährige Mustafic hat einen Namen in der Handballszene. Als Coburger Eigengewächs schaffte er den Sprung in die slowenische Junioren-Nationalmannschaft und spielte unter anderem bei der U19 Weltmeisterschaft in Mazedonien. Dino wurde zwar in Coburg geboren, besitzt aber einen slowenischen Pass. Nach einem zweijährigen Intermezzo beim SC Magdeburg kehrte er 2019 in die Vestestadt zurück, wurde zum Gesicht des sogenannten „Coburger Weges“, dem Jugendkonzept des regionalen Bundesligisten. Mustafic trainierte und spielte in der zurückliegenden Saison zweigleisig – in der ersten und zweiten Coburger Männermannschaft. Mit der Reserve schaffte er den Aufstieg in die dritte Bundesliga und in der Ersten schnupperte er Bundesligaluft in der besten Handballliga der Welt. Für die neue Saison in der zweiten Handballbundesliga hatte sich Mustafic zwar einiges vorgenommen, nur einigen konnte man sich in Coburg nicht. Ihm ist es wichtig, neben dem Handball auch eine berufliche Perspektive aufzubauen und als Selenow davon Wind bekam, setzte er alle Hebel in Bewegung.

Die Vorstände des Sonneberger Handballvereins (SHV), Alexander Ebert und Uwe Scheler, gingen in die Spur, organisierten Wohnung und Ausbildungsstelle in Sonneberg und so entschied sich Dino Mustafic für die Spielzeugstädter. „Mir war es wichtig, in der Region zu bleiben, eine vernünftige Berufsausbildung zu beginnen und das Konzept und die Mannschaft in Sonneberg haben mir zugesagt“, begründet der sympathische 19-Jährige seine Entscheidung.

Am zurückliegenden Wochenende trainierten die Südthüringer gemeinsam mit dem Oranienburger HC in der heimischen SBBS-Halle. Trainer der Oranienburger ist Mario Müller, der Bruder von Sonnebergs Manuel Müller, so kam auch der Kontakt zu Stande. Gegen den Drittligisten zeigten die Hausherren gute Ansätze, sodass beide Müller-Brüder am Ende des Tages zufrieden waren.

Die Vorbereitung auf die neue Saison läuft auf Hochtouren. Die Vorstellung der Mannschaft folgt in den nächsten zwei Wochen bis zum offiziellen Punktspielstart am 12. September beim HC Elbflorenz in Dresden. Das erste Heimspiel steigt am 18. September gegen den Staffelfavoriten aus Bad Blankenburg. „Leider können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Aussage darüber treffen, ob und wie wir Zuschauer in der Halle begrüßen dürfen. Eine Entscheidung dazu wird erste Anfang September erwartet“, informiert Vereinsvorsitzender Ebert, der sich aber zuversichtlich zeigt, das Hygeniekonzept der letzten Saison wieder umsetzen zu dürfen.

Presse SHV

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