1. Männer: Bericht zur Auftaktniederlage

Ernüchternder Auftakt in Dresden

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 1. Spieltag, Bericht

Sonneberg/Dresden. Die Erwartungen und die Vorfreude bei der ersten Männermannschaft des Sonneberger Handballvereins (SHV) waren groß, vor dem ersten Punktspiel der neuen Saison 2021/2022 in der Mitteldeutschen Oberliga. Ein klein wenig Ernüchterung oder auch Enttäuschung dürfte sich bei den Akteuren und Offiziellen, aber auch den Fans breit gemacht haben. Die 28:38-Auftaktpleite war schon sehr deutlich. Zur Erinnerung: In der zurückliegenden Spielzeit gewann man völlig überraschend zum Auftakt an gleicher Wirkungsstätte gegen die Bundesligareserve des HC Elbflorenz mit 30:27. Eine solche Überraschung sollte nicht noch einmal gelingen. Einerseits wurde man von den Hausherren keinesfalls unterschätzt, andererseits lief auch einfach nicht alles rund. Bis die neuen Rädchen perfekt ineinandergreifen, wird es noch eine Zeit dauern, so viel steht fest. Ob man im Sonneberger Lager diese Zeit haben wird, muss sich zeigen.

In Dresden jedenfalls hatte man gegen den HC Elbflorenz 2006 II keine Chance, so deutlich muss man es am Ende konstatieren. Die Abwehr der Spielzeugstädter stand nicht gut und vorne fand man im Gegensatz nicht die entscheidenden Lücken. So schafften es die Hausherren, um die beiden erfolgreichsten Torschützen Eric Meinhardt und Leon Wellner (je 7 Treffer), bereits in der ersten Halbzeit eine Vorentscheidung herbeizuführen. Vom zwischenzeitlichen 3:3 (6. Min.) zogen sie innerhalb von sechs Minuten auf 9:3 davon. Weitere fünf Minuten später leuchtete ein 13:5 auf der Anzeigetafel. Die Spielzeugstädter taten sich unheimlich schwer und mussten beim Stand von 10:18 in die Kabinen. Dort führte Spielertrainer Manuel Müller die Ansprache alleine, denn sein Pendant auf der Bank, Konstantin Selenow, weilte aus privaten Gründen in seiner ukrainischen Heimat. Müller selbst wechselte sich im zweiten Durchgang ein, stabilisierte die Abwehr und traf vorne sogar einmal selbst. Für den 44-Jährigen ist dies allerdings nur eine Randnotiz. Mehr Augenmerk richten die Südthüringer auf Neuzugang Dino Mustafic, der Mitte des zweiten Durchgangs mit schmerzverzerrtem Gesicht raus musste und nicht weiterspielen konnte. Er fiel nach einem Wurf unglücklich auf die Schulter. Eine erste Untersuchung bestätigte zumindest keine Fraktur. Weitere Untersuchungen folgen im Laufe der Woche.

Als Mustafic ausfiel war das Spiel freilich schon entschieden, denn bereits eine Minute nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber auf 20:10. In der Folgezeit dominierten eher die Angriffsreihen das Spielgeschehen. Beide Teams erzielten in den restlichen 29 Spielminuten immerhin noch jeweils 18 Treffer. Auf Seiten der Spielzeugstädter war einmal mehr Kapitän Marius Bondar ein Torgarant. Er traf insgesamt neunmal ins Schwarze, sechsmal vom Strafwurfpunkt. Aus dem Feld heraus zeigte sich Neuzugang Victor Vartic sehr treffsicher. Er steuerte insgesamt sechs Treffer bei. Die deutliche 28:38-Auftaktniederlage konnte er aber natürlich auch nicht verhindern. Sicherlich wünscht man sich für ein Auftaktspiel immer ein besseres Ergebnis, aber der Ligaalltag wird hart und so dürfte diese Niederlage ein Vorgeschmack für die wöchentlichen Bewährungsproben gewesen sein. Und die nächste schwere Aufgabe steht bereits vor der Tür. Am kommenden Samstagabend gastiert ab 19 Uhr einer der Meisterschaftsfavoriten in der Steinbacher Dreifelderhalle der SBBS. Zugleich kommt es dabei zu einem ultimativen Thüringen-Derby, denn der Gegner heißt HSV Bad Blankenburg. Der einstige Drittligist steht dabei schon gehörig unter Druck, verlor man doch zum Auftakt in eigener Halle das Derby gegen Jena relativ deutlich mit 22:26.

Los geht’s wie gewohnt um 19 Uhr. Eintrittskarten können unter anderem über das Online-Ticketsystem erworben werden. Weitere Informationen, wie das Hygienekonzept und die Anwendung der sogenannten 3G-Regel, findet man auf der Homepage des SHV. Auf einen Umstand möchten die SHV-Verantwortlichen noch hinweisen: Das letzte Heimspiel der vergangenen Saison (31.10.2020 gegen Jena) musste bekanntlich kurzfristig aufgrund der Corona-Beschränkungen abgesagt werden. Damals erworbene Karten können nicht für das jetzige Heimspiel verwendet werden. SHV-Vorsitzender Alexander Ebert erklärt dazu: „Wir können die Karten bzw. Sitzplatzreservierungen nicht automatisch übertragen, da wir ja nicht wissen, ob und wann der jeweilige Karteninhaber ein Heimspiel besucht. Außerdem haben wir auch keine Beschränkungen mehr hinsichtlich der Zuschauerkapazität und Sitzplätzen. Von dem her haben wir uns für eine pragmatische Lösung entschieden. Wir verwenden diese Einnahmen komplett zur Finanzierung unseres Nachwuchsbereiches. Wer seine gültige Eintrittskarte dennoch gerne für ein neues Heimspiel umtauschen oder sein Geld erstattet bekommen möchte, wendet sich bitte direkt an uns.“

Presse SHV

Sonneberg. Dzhulay, Bittermann, Ustymenko (3), Müller (1), Bondar (9/6), Vartic (6), Kumogorodskyy (3), Dietrich, Untu, Mustafic (2), Bulov (4), Levitskiy, Makarov

Strafwürfe: Elbflorenz: 3/4, Sonneberg: 6/6

Zeitstrafen: Elbflorenz: 6, Sonneberg: 4

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