1. Männer: Deutliche Pleite gegen Staffelfavoriten

Herbe Derbyklatsche

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 2. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – HSV Bad Blankenburg 21:33 (9:11)

Sonneberg. Mit einer herben 21:33-Klatsche im Derby gegen Bad Blankenburg verlieren die Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) auch das zweite Saisonspiel in der vierthöchsten Spielklasse deutlich. Aller Anfang ist bekanntlich schwer und die Leichtigkeit der Vorsaison und vermutlich auch das Überraschungsmoment sind weg. Letzte Woche in Dresden und auch diese Woche in eigener Halle gegen Bad Blankenburg waren die Spielzeugstädter chancenlos – das muss man ganz klar konstatieren. Sicherlich ist der Anspruch der Kurstädter aus Südthüringen ein anderer als der, der Sonneberger. Aber derart präsentieren sollten sich die Gastgeber dennoch nicht.

Es war angerichtet für das erste Heimspiel der jungen Saison. Gut 250 Zuschauer fanden trotz oder wegen der Anwendung der sogenannte 3G-Regel den Weg in die SBBS-Halle nach Steinbach. Die Hygieneverantwortliche beim SHV zeigte sich ob der Erfüllung der Auflagen sehr zufrieden. „Alle Zuschauer waren sehr kooperativ, es gab keinerlei Probleme bei der Umsetzung. Wahrscheinlich waren alle einfach nur froh, endlich mal wieder Live-Handball erleben zu können“, mutmaßte Chris Normann. Bereits vor dem Spiel wurde es emotional auf dem Parkett. Der langjährige Sonneberger Trainer und Funktionär Bernd Knortz wurde offiziell in den Handball-Ruhestand verabschiedet. Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen nahm er die Ehrung persönlich entgegen und zeigte sich sichtlich gerührt. Er bekam die höchste Auszeichnung des Thüringer Handballverbands überreicht – die goldene Ehrennadel. Dazu reisten extra die Präsidiumsmitglieder Martin Tews und Hendrik Möller an und übergaben Bernd Knortz diese besondere Auszeichnung.

Anschließend wollten die Hausherren ähnlich emotional und mit vollem Einsatz Punkte gegen den Favoriten erobern. Kurz um, sie scheiterten kläglich. In der ersten Hälfte war man noch auf Augenhöhe konnte auch den schnellen 0:3-Rückstand beim Stande von 4:4 egalisieren. In der 21. Minute leuchtete immer noch ein Remis von der Anzeigetafel (9:9). Bis zum Pausenpfiff überstanden beide Teams Unterzahlsituationen unbeschadet. Doch im Gegensatz zu den Hausherren trafen die Gäste wenigstens noch zweimal. Mit einem 9:11-Rückstand ging es die Pause. Was zu diesem Zeitpunkt schon auffiel, Bad Blankenburger wirkte eingespielter, leichtfüßiger und kaltschnäuziger. Und genau diese Tugenden warfen sie nach dem Seitenwechsel in die Waagschale und klärten binnen weniger Minuten die Verhältnisse. Eine kleine Abwehrumstellung und schon folgten etliche Ballgewinne, die gefühlt alle in Tore umgemünzt wurden. Vom 11:9 zog man innerhalb von 98 Sekunden auf 14:9 davon, was die Sonneberger Bank zu einer schnellen Auszeit veranlasste. Alleine sie verfehlte ihre Wirkung, denn genau zehn Minuten später stand es 13:20, weitere zehn Spielminuten später leuchtete erstmals eine Zehn-Tore-Differenz von der Anzeigetafel (17:27).

In den letzten zehn Minuten nahmen die Gäste zwar etwas Tempo raus und konnten einige Leistungsträger schonen. Doch selbst von der dünnbesetzten Bank kam immer wieder frischer Wind und so spulten die Blankenburger die Partie souverän und im Stile einer Spitzenmannschaft herunter. Die Sonneberger dagegen ergaben sich förmlich ihrem Schicksal und hatten dem nichts entgegen zu setzen. Einziger Kämpfer beim SHV war Rückkehrer Tom Rehm. Unermüdlich warf er sich in jeden Zweikampf zeigte sich variabel im Abschluss oder war nur auf Kosten eines Strafwurfs zu stoppen. Aber einer alleine genügt nicht. In den kommenden Wochen bedarf es einer Leistungssteigerung des gesamten Teams, damit über Erfolge auch das entsprechende Selbstvertrauen gewonnen werden kann. Kommenden Samstag in Aue bei der Bundesligareserve gilt es sich gut zu präsentieren, um dann eine Woche später in eigener Halle das sogenannte Vier-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt gegen Jena erfolgreich bestreiten zu können.

Presse SHV

Sonneberg: Dzhulay, Bittermann; Ustymenko (5), Müller, Bondar (4/2), Vartic (2), Kumogorodskyy, Dietrich, Untu, Bulov (2), Levitskiy (3), Rehm (5), Makarov

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