1. Männer: Klatsche in Glauchau

Klatsche in Glauchau

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 6. Spieltag, Bericht

HC Glauchau/Meerane – Sonneberger HV 32:21 (18:12)

Sonneberg/Glauchau. Mit einer ernüchternden 21:32-Packung kehrten die Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) am vergangenen Samstagabend aus Glauchau zurück. Am sechsten Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga, Deutschland vierthöchster Spielklasse, kassierte man beim direkten Konkurrenten um die Nichtabstiegsplätze eine derbe Klatsche. Trainer Konstantin „Kostja“ Selenow war auch am Tag danach noch sprachlos: „Mir fehlen die Worte, ich habe so etwas noch nicht erlebt und auch keine Erklärung dafür“, gestand der Ukrainer, der bereits seit Mitte der 1990er in Sonneberg und später in Coburg spielte.

Auf Seiten der Gastgeber in Glauchau brillierten die beiden Tschechen. Im Tor hielt Ludek Kylisek überragend und dem Angriff drückte Vaclav Klimt seinen Stempel auf. Insgesamt 15 (!) Mal traf er ins Schwarze und war somit deutlich bester Torschütze auf dem Platz. Auf Seiten der Spielzeugstädter traf Oleg Kumogorodskyy am häufigsten (5 Tore). Der 43-Jährige rieb sich aber zunehmend in der Abwehr auf und so fehlte schlussendlich auch die Kraft. Hervorheben wollte Kostja aber doch zwei Spieler: Tom Rehm und Paul Dietrich. Letzterer kam bereits nach zehn Minuten für den enttäuschenden Boris Levitsky und steuerte zumindest drei Treffer aus drei Versuchen bei und machte im Vergleich zu seinen Mitspielern kaum Fehler. Rehm am Kreis verarbeitete die Bälle, die er bekam auch sehr gut und kämpfte wie immer unermüdlich. Doch alleine kannst du eben nichts reißen.

Und so entwickelte sich ein einseitiges Spiel, in dem die Südthüringer zwar immer wieder die Chance hatten aufzuschließen, diese Gelegenheiten aber sträflich liegen ließen und den Gegner damit noch stärker machten. Die Spielgemeinschaft aus Glauchau und Meerane nahm die Geschenke dankend an und gewann am Ende vielleicht etwas zu hoch, aber definitiv verdient.

Das Fehlen von wichtigen Spielern wollte Selenow auch nicht als Ausrede gelten lassen, zu viel Erfahrung brächten die mit, die auf der Platte stehen. Alleine gezeigt, hat dies kaum einer. Im ersten Durchgang setzten sich die Hausherren schnell ab (6:2, 8:4). Da half auch die Sonneberger Auszeit nach nicht einmal zehn Minuten nichts, anschließend ging es ähnlich weiter (12:6). Bei Stande von 18:12 für Glauchau/Meerane wurden die Seiten gewechselt. Zurück vom Pausentee keimte sogar noch einmal so etwas wie Hoffnung auf, als Dietrich zum 19:24-Anschluss traf. Da waren noch 13 Minuten zu spielen. Allein das Spielen wollte nicht klappen. Unnötige, zahlreiche Fehler bei den Torhütern angefangen, über die Abwehr bis in den Angriff hinein verhinderten eine mögliche Aufholjagd. Vielmehr waren es die Gastgeber die noch einmal an den Ketten zerrten und genau zehn Minuten später die erstmalige Zehn-Tore-Führung erzielten. Wer hätte es da auch anderes sein können als Glauchaus Klimt, der mit einem Viererpack von 26:20 auf 30:20 stellte. Zu dieser Zeit hatten sich die Spielzeugstädter bereits in ihr Schicksal ergeben und kassierten am Ende eine deutliche 21:32-Klatsche.

An den kommenden beiden Wochenenden haben die SHV-Mannen spielfrei, können ihre Wunden lecken und auf die Rückkehr des einen oder anderen Spielers hoffen. Denn zum nächsten Spieltag am 6. November wird man in Wittenberg erwartet, aktuell mit 0 Punkten Tabellenletzter. Sonneberg liegt mit 2:10 Punkten einen Rang davor. Das nächste Heimspiel findet dann am 13. November gegen Delitzsch statt.

Presse SHV

Sonneberg: Dzhulay, Bittermann; Ustymenko (4/3), Müller (1), Kumogorodskyy (5), Dietrich (3), Bulov (4), Levitskiy, Rehm (3), Makarov (1)

Strafwürfe: Glauchau/Meerane: 2/2, Sonneberg: 3/4
Zeitstrafen: Glauchau/Meerane: 3, Sonneberg: 3

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