1. Männer: Bericht zur nächsten Pleite

Verdient Letzter

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 7. Spieltag, Bericht

SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz – Sonneberger HV 31:24 (17:9)

Sonneberg/Wittenberg. Nach einer enttäuschenden 24:31-Niederlage in Wittenberg liegen die Oberligahandballer des Sonneberger Handballvereins (SHV) auf dem letzten Tabellenplatz. Am 7. Spieltag der Mitteldeutschen Oberliga kam es in der Wittenberger Stadthalle zum Duell des Vorletzten (Sonneberg) gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht (Wittenberg). Nicht nur eine erneute deftige Klatsche mussten die Spielzeugstädter einstecken, auch die rote Laterne des Tabellenletzten schickten die Hausherren den Gästen mit auf die Heimreise – und das völlig verdient.

Positive Aspekte? Nun gut, je nachdem wie man es bewertet, könnte die Treffsicherheit eines Anatoli Bulov hervorgehoben werden, der insgesamt neunmal traf, fünfmal vom Strafwurfpunkt. Aus dem Feld heraus war ein anderer noch besser, der eigentliche Hoffnungsträger der Saison: Dino Mustafic. Der in Coburg geborene Youngster kam vor der Saison, verletzte sich allerdings gleich im ersten Spiel an der Schulter. Glücklicherweise konnte mit konventionellen Mitteln eine Operation umgangen werden und der 19-Jährige trainierte sehr fleißig, um schnellstmöglich ein Comeback feiern zu können. Am zurückliegenden Samstagabend war es soweit und mit insgesamt sechs Toren deutete er seine Leistungsfähigkeit deutlich an. Nach einer langen Verletzungspause gibt es natürlich noch Luft nach oben und das könnte der einzige Strohhalm sein, an den sich die SHV-Offiziellen aktuell klammern. Ansonsten sieht es derzeit nicht nur wettertechnisch sehr trüb aus. Der November-Blues könnte bereits eine Vorentscheidung im Kampf um den Klassenerhalt bedeuten – mit negativen Folgen für die Südthüringer. Aktuell Tabellenplatz 15, 172:211 Tore und 2:12 Punkte. Freilich haben die Mannschaften davor auch erst drei (Wittenberg) bzw. vier Punkte (Glauchau und Aschersleben), doch verlor man jüngst gegen eben jene Teams teilweise deutlich.

In Wittenberg jedenfalls hielt man bis zur 8. Minute mit (3:3). Anschließend setzten sich die Gastgeber erst mit 6:3 und 15 Minuten später mit 12:5 ab. Beim Stande von 17:9 für Wittenberg wurden die Seiten gewechselt. Doch auch die direkte rote Karte kurz vor dem Pausentee gegen Wittenbergs Pascal Beyer wegen einem groben Foulspiel änderte im zweiten Durchgang nichts. Näher als auf sieben Tore kamen die Spielzeugstädter nicht heran. Vorne lief es zwar besser, aber hinten bekam man weder die Abwehr geschlossen, noch konnte ein Torhüter entscheidende Akzente setzen. So plätscherte das Spielgeschehen hin und her und die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen (11:19, 15:23, 20:27). Beim Stande von 24:31 ertönte die Schlusssirene – Wittenberg feierte ausgelassen, Sonneberg verlies mit hängenden Köpfen das Parkett.

Bis zur Weihnachtspause sind es noch fünf Partien. Aktuell ist zwar schwer vorstellbar, wie mit einer solchen Leistung überhaupt Punkte in der vierthöchsten Spielklasse geholt werden können. Es fehlt an vielem und aktuell natürlich auch sehr am Selbstvertrauen. Ein Erfolgserlebnis täte unheimlich gut. Ob dieses am kommenden Samstagabend gegen Delitzsch (6. Platz) in eigener Halle gelingt, bleibt abzuwarten. Doch anschließend werden die Aufgaben zumindest nicht leichter. Es folgt der Auftritt in Plauen (9.), das Heimspiel gegen Köthen (1.), die Auswärtspartie in Halle (4.) und abschließend am 11. Dezember das Thüringenderby in eigener Halle gegen Apolda (8.). Doch das ist noch Zukunftsmusik. Es gilt sich am kommenden Samstagabend ab 19 Uhr kämpferisch zu zeigen und das Heimspiel gegen Delitzsch bestmöglich zu absolvieren. Freuen dürfen sich die Sonneberger Handballfans zumindest auf den Spielwitz von Dino Mustafic, der dann erstmals in der heimischen SBBS-Halle aufläuft.

Presse SHV

Sonneberg: Dzhulay, Bittermann; Ustymenko, Müller (2), Bondar (3/2), Kumogorodskyy (3), Untu, Mustafic (6), Bulov (9/5), Levitskiy (1), Rehm

Strafwürfe: Wittenberg: 3/4, Sonneberg: 7/8
Zeitstrafen: Wittenberg: 5+2RK, Sonneberg: 4
Disqual.: Beyer (Wittenberg), 30. Min., grobes Foulspiel; Hoffmann (Wittenberg), 60. Min., 3x2 Min.

 sonneberg handball sponsor itson 350px
 sonneberg handball startseite sponsoren auto hein
 sonneberger handballverein sponsoren likra logo weiss

powered by www.sunnyhill-design.de

Template by L.THEME