1. Männer: Bericht zur Heimniederlage gegen Delitzsch

Handballer erneut unterlegen

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 8. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – NHV Concordia Delitzsch 22:31 (10:14)

Sonneberg. Am zurückliegenden Samstagabend mussten sich die Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) erneut geschlagen geben, die 22:31-Niederlage gegen NHV Concordia Delitzsch fiel nach Meinung des Sonneberger Spielertrainers Manuel Müller aber zu hoch aus. „Wir haben gut gekämpft und nie aufgegeben. Delitzsch war einfach abgezockter und routinierter und hat deshalb auch verdient gewonnen. Aber auf diese Leistung wollen und müssen wir aufbauen.“ Es war die insgesamt siebte Niederlage in dieser Saison und deshalb veränderte sich auch am aktuellen Tabellenstand nichts. Sonneberg bleibt mit 2:14 Punkten auf dem 15. und damit letzten Tabellenplatz. Doch Müller sieht eine Steigerung im Vergleich zur Vorwoche: „Wenn du in der Tabelle hinten drinstehst, hast du manchmal auch einfach kein Glück. Wieder landen die Strafwürfe nur am Pfosten und die Abpraller nach gehaltenen Bällen beim Gegner. Aber wir haben uns nicht aufgegeben und müssen einfach weiter hart für die Belohnung arbeiten“, zeigt er sich kämpferisch und lobte seine Mannschaft auch. „Einen Vorwurf kann und will ich keinem machen“.

Personell musste das Trainergespann, bestehend aus Spielertrainer Manuel Müller und Trainer Konstantin Selenow, erneut auf Marius Bondar verzichten. Außerdem wird Victor Vartic nicht mehr für die Spielzeugstädter auflaufen, er kehrte in seine Heimat zurück. Sicherlich beides keine optimalen Voraussetzungen, um erfolgreich zu spielen. Doch einen Lichtblick gab es in dieser Hinsicht auch. Torhüter Andriy Dzhulay muss demnächst zwar in seine ukrainische Heimat zurück, verletzte sich am Wochenende oben drein auch noch, erhält aber namhaften Ersatz zwischen den Pfosten. Mit dem ehemaligen Coburger Bundesligatorwart Havard Martinsen steht zukünftig ein sehr erfahrener Torhüter neben Tizian Bittermann auf dem Spielberichtsbogen. Martinsen erhielt am Samstagabend erste Spielanteile, braucht nach seiner Reaktivierung aus dem Handball-Ruhestand aber noch ein paar Trainingseinheiten, wie er selbst sagte.

Das Comeback bzw. der Einsatz von Martinsen wurde bereits in der 28. Minute nötig. Sonnebergs Torhüter Dzhulay eilte bei einem gegnerischen Konter aus seinem Kasten, erwischte neben Ball aber auch Gegner, was dem Regelwerk entsprechend mit einer Disqualifikation zu ahnden ist. Die rote Karte war die Folge und Dzhulay konnte nicht mehr mitwirken. Bei dieser Aktion verletzte er sich oben drein am Finger und diese Wunde musste im Krankenhaus genäht werden. In der Folgezeit hatten es sowohl Martinsen als auch Bittermann schwer ins Spiel zu finden, denn Delitzsch nutzte die sich bietenden Wurfgelegenheiten eiskalt.

Bis zur achten Minute legten die Hausherren immer wieder vor und die Gäste glichen aus (4:4). Anschließend aber stotterte der Sonneberger Angriffsmotor gewaltig und Delitzsch zog auf 11:4 davon. Bis zum Pausentee hielten die Gastgeber das Spiel aber zumindest offen, bei Stande von 10:14 wurden die Seiten gewechselt. Aus der Kabine zurück legten die Sachsen gleich zwei weitere Treffer nach und es stand 10:16 aus Sicht der Südthüringer. Das Spielgeschehen pegelte sich nunmehr bei dieser Tordifferenz ein, Delitzsch agierte abgezockt und clever und erstickte sämtliche Sonneberger Bemühungen stets im Keim (15:20, 17:24). Da halfen auch die jeweils sieben Treffer von Dino Mustafic und Tom Rehm nichts, die Niederlage war nicht abzuwenden. Erneut war es die eigene Fehlerquote, die bestraft wurde. Am Ende verlor man mit 22:31.

Am kommenden Samstag muss man nach Plauen, um sich dort gegen den HC Einheit Plauen zu beweisen, ehe sich dann am 27. November der Tabellenführer aus Köthen in der Spielzeugstadt vorstellt.

Presse SHV

Sonneberg: Dzhulay, Bittermann, Martinsen; Ustymenko (4), Müller, Kumogorodskyy (1), Dietrich, Untu, Mustafic (7/1), Bulov (3), Levitskiy, Rehm (7)

Strafwürfe: Sonneberg: 1/4, Delitzsch: 7/9
Zeitstrafen: Sonneberg: 7+1RK, Delitzsch: 4
Disqualifikation: Dzhulay (Sbg., 28. Min.)

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