1. Männer: Unnötige Niederlage in Bad Blankenburg

Unglücklich und unnötig

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 1. Spieltag Abstiegsrunde, Bericht

HSV Bad Blankenburg – Sonneberger HV 25:21 (13:9)

Sonneberg/Bad Blankenburg. Der Trainer der Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV), Konstantin „Kostja“ Selenow, bezeichnete die 21:25-Niederlage am vergangenen Samstagabend als unglücklich und unnötig. Für die Kurstädter bedeutete der Erfolg den fast sicheren Klassenerhalt, die Spielzeugstädter haben bis dahin noch einen Weg vor sich. Ein bisschen vermisste er die Sieger-Mentalität und das nötige Selbstvertrauen was es braucht, um ein solches Spiel zu gewinnen, konstatierte Kostja. Gab aber auch zu bedenken, dass man bereits in der ersten Halbzeit mehrere Hürden überwinden und Genickschläge wegstecken musste. Wenn er allerdings den 45-jährigen Spielertrainer Manuel Müller als Besten bezeichnet, der vorne und hinten durchrackerte, spricht das nicht gerade für den Rest der Mannschaft.

Die Hypothek nach nicht einmal 14 gespielten Minuten hätte kaum größer sein können. Völlig von der Rolle wurden die Gäste aus dem südlichen Thüringen von den Hausherren überrollt. Es stand 8:1. Da half es auch wenig, dass seit Langem wieder einmal Kapitän Marius Bondar mit von der Partie war. Es folgte eine schwere Verletzung von Vadim Virich, der sich bei einem Sturz unglücklich die Schulter auskugelte und sofort im Krankenhaus behandelt werden musste. Und nahezu gleichzeitig kassierte Oleg Kumogorodskyy eine unnötige rote Karte wegen einem übertrieben harten Einsteigen. Bis zum Pausenpfiff zumindest fing sich die Mannschaft. Vielleicht war die doppelte Zeitstrafe in Minute 23 gegen den bis dahin unglücklichen, aber eigentlichen Haupttorschützen Dino Mustafic eine kleine Initialzündung. Er selbst jedenfalls drehte anschließend auf und jagte im gesamten Spiel noch insgesamt sieben Bälle in die Maschen. Beim Stande von 9:13 aus Sonneberger Sicht wurden schließlich die Seiten gewechselt. Man war zumindest in Schlagdistanz.

Nach dem Pausentee besorgte der zweitbeste Torschütze der Spielzeugstädter an diesem Abend, Anatoli Bulov (5 Treffer), den Anschluss und Mustafic sorgte mit einem Doppelschlag auf einmal für Spannung. Sonneberg war beim 12:14 zurück im Spiel. Zwar konnten die Gastgeber kurzzeitig den ursprünglichen Vorsprung wieder herstellen (16:12). Doch anschließend waren die Spielzeugstädter am Drücker. Beim Stande von 15:16, 16:17 und 18:19 hätte mehrfach der Ausgleich fallen können oder gar müssen. Doch er tat es nicht. Der Kampfgeist war groß, aber die Kräfte schwanden zusehends. In den letzten zehn Minuten schafften es die Hausherren, den Heimsieg sicherzustellen, auch weil den Sonnebergern sieben Minuten lang kein Torerfolg gelang. Bad Blankenburg siegte am Ende mit 25:21 verdient, hat den Klassenerhalt nahezu in der Tasche und kann die restlichen fünf Saisonspiele entspannter angehen. Sonneberg dagegen muss weiter noch etliche Punkte sammeln, um den Klassenerhalt realisieren zu können. Ob dies ausgerechnet in der kommenden Woche gegen das Team aus Elbflorenz (Dresden) gelingt, wo man in der Hinrunde zum Saisonauftakt mit 28:38 unterlag, bleibt fraglich. Es wird zumindest ein Kraftakt von Nöten sein. Das Spiel wird übrigens ausnahmsweise erst am Sonntagnachmittag (8.5.) ausgetragen. Anpfiff in der SBBS-Halle in Steinbach ist um 16 Uhr.

Presse SHV

Sonneberg: Kriuchkov, Martinsen; Ustymenko (3), Virich, Müller (1), Bondar (1), Kumogorodskyy, Dietrich, Sychow, Untu (3), Mustafic (8/2), Bulov (5)

Strafwürfe: Bad Blankenburg: 5/5, Sonneberg: 2/3
Zeitstrafen: Bad Blankenburg: 8+1RK, Sonneberg: 5+1RK
Disqual.: Kumogorodskyy (Sbg., 18. Min., grobes Foulspiel), Geci (Bbg., 31. Min., 3x2 min.)

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