1. Männer: Vermeidbare Pleite

Bigpoints liegen gelassen

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 3. Spieltag Abstiegsrunde, Bericht

Sonneberger HV – SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz 18:21 (10:9)

Sonneberg. Es hätten entscheidende Punkte auf dem Weg zum möglichen Klassenerhalt sein sollen und auch können, doch die Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) verloren am zurückliegenden Samstagabend ihr Heimspiel gegen Wittenberg/Piesteritz mit 18:21 und können es dadurch nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, die Klasse zu halten. Ein Funken Hoffnung existiert aber noch, wie Spielertrainer Manuel Müller erklärte, denn möglicherweise gibt es nur drei und nicht vier Absteiger. Dieses rettende Ufer könnten die Spielzeugstädter gar noch selbst erreichen, wenn sie die nächsten und damit letzten drei Spiele gewinnen – gegen eben jene Mannschaften, die derzeit vor ihnen liegen. Am kommenden Samstag empfängt man Plauen (19 Uhr SBBS), am 11. Juni geht’s nach Aschersleben und am 18. Juni empfängt man zum Saison-Halali und möglicherweise entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt den Kontrahenten aus Aue.

Einen großen Vorwurf bzw. große Misstöne wollte Coach Müller, der erneut einmal selbst traf, nicht anstimmen. Von der Deckungsarbeit war er gar begeistert. Dort rackerten im Innenblock vor allem Oleg Kumogorodskyy und Neuzugang Matej Hornak. Auch Borys Kriuchkov im Kasten war gut drauf. 21 Gegentreffer, von den drei allein in den letzten zwei Minuten fielen, sind nahezu perfekt und zeigen, dass die Einstellung an sich in Ordnung ist. Allein im Vorwärtsgang unterliefen den Südthüringern zu viele einfache Fehler, wurden zu viele Bälle weggeworfen, überhastet abgeschlossen oder einfach unkonzentriert agiert. Nur 18 eigene Tore im gesamten Spiel sind schlicht und ergreifend zu wenig, um Punkte einfahren zu können. Da halfen die zehn Treffer von Dino Mustafic auch nur bedingt.

Im ersten Durchgang deutete sich das Manko bereits an. Über acht Minuten brauchten die Hausherren, um den ersten eigenen Treffer erzielen zu können. Die Gäste aus Wittenberg und Piesteritz dagegen hatten da bereits drei Tore erzielt. Fünf Minuten später glichen die Gastgeber aber durch drei Mustafic-Tore erstmals aus. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Mal lagen die Gäste in Front (7:5), mal waren die Hausherren am Drücker. So auch zum Pausenpfiff, als Sonneberg mit einer 10:9-Führung in die Kabine ging. Von dort zurück gelang gar eine Zwei-Tore-Führung (12:10), die aber schnell wieder hergeschenkt wurde (12:13).

Bis in die 52. Minute hinein wogte das Spielgeschehen nun hin und her (16:16). Dann schafften es die Spielzeugstädter mit zwei energischen Angriffen gar die 18:16-Führung zu erzielen. Anschließend waren noch gut fünf Minuten zu spielen und dank der sehr guten Abwehrarbeit kam man gar erneut in Ballbesitz. Eine Drei-Tore-Führung wäre vielleicht sogar vorentscheidend gewesen, doch es kam anders. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt erzielten in den letzten fünf Minuten insgesamt fünf Treffer. Sonneberg gelang kein einziger mehr. Unter anderem auch, weil man erneut und insgesamt dreimal vom Strafwurfpunkt scheiterte. So gab man die wichtigen beiden Punkte ab, verlor ein entscheidendes Spiel um den Klassenerhalt mit 18:21. Spielertrainer Müller war nicht nur nach dem Spiel, auch einen Tag später immer noch ratlos, wie es zu dieser Blockade in den Köpfen kommen konnte bzw. vielmehr, wie sie gelöst werden kann. „Wir stehen hinten drin, spielen gegen den Abstieg, haben kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.“ Unter der Woche jedenfalls soll weiter hart gearbeitet werden, um am kommenden Samstagabend zu Hause gegen Plauen die eigenen Hausaufgaben ordentlich machen zu können. Anpfiff in der SBBS-Halle ist wie gewohnt um 19 Uhr.

Presse SHV

Sonneberg: Kriuchkov, Melniychuk; Ustymenko (2), Müller (1), Bondar, Kumogorodskyy (2), Dietrich (1), Sychow, Mustafic (10/1), Bulov (2), Piskac, Levitskiy, Hornak

Strafwürfe: Sonneberg: 1/4; Wittenberg/Piesteritz: 3/4
Zeitstrafen: Sonneberg: 5; Wittenberg/Piesteritz: 5

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