1. Männer: Abstieg besiegelt

Niederlage besiegelt Abstieg

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 5. Spieltag Abstiegsrunde, Bericht

HC Aschersleben - Sonneberger HV 28:19 (15:10)

Sonneberg/Aschersleben. Mit einer am Ende deutlichen 19:28-Niederlage im Gepäck traten die Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) die Heimreise aus Aschersleben an und müssen sich gleichzeitig auch aus der Mitteldeutschen Oberliga verabschieden und den Gang in die Thüringenliga gehen. Rein sportlich besteht keine Möglichkeit mehr die Klasse noch zu halten, egal wie das letzte Heimspiel am kommenden Wochenende gegen die ebenfalls bereits als Absteiger feststehende Mannschaft aus Aue ausgehen wird. „Und über mögliche Konstellationen an den sogenannten grünen Tischen machen wir uns keine Gedanken“, formulierte Sonnebergs scheidender Spielertrainer Manuel Müller unmissverständlich. „Wir sind sportlich abgestiegen und das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“ Kurz um: Der Abstieg ist berechtigt und die Partie in Aschersleben war in gewisser Weise der Spiegel der Saison.

Auch wenn bei den Gästen mit Andreas Rojewski ein ehemaliger Bundesliga- und Nationalspieler auf der Platte stand und selbst sieben Tore erzielte, genauso übrigens wie Pit Seifert, bescheinigten nicht wenige in der Halle den Spielzeugstädtern eine ordentliche Partie. Einige behaupteten sogar, Sonneberg wäre spielerisch besser gewesen. „Doch wenn du vorne nicht triffst und hinten kaum einen Ball zu fassen bekommst, kannst du kein Spiel gewinnen“, resümierte Müller am Sonntag am Telefon. Ihm selbst fehlten zwar auch einige Akteure, gesundheitlich bzw. privat verhindert, doch das wollte er als Ausrede nicht gelten lassen. Die Chancen waren zu Hauf vorhanden, doch entweder scheiterte man am Torhüter, am Gebälk oder einfach an den Nerven. Und genau das erlebten die Südthüringer in dieser Spielzeit zu häufig. In den entscheidenden Phasen war man teils zu blauäugig, teils zu ungestüm und ungeduldig und teils vielleicht auch einfach nicht gut genug. Doch die Gedanken von Coach Müller kreisen bereits in der Zukunft. „Jetzt beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison“, sagte er. „Wir sind echt optimistisch, denn erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wird die Mannschaft zusammenbleiben. Alle Spieler haben bereits ihren Verbleib angekündigt.“

Doch so schön die Kunde für die Zukunft ist. Ob bewusst oder unbewusst verschwieg Müller ein „kleines“ Detail. Einerseits steht am kommenden Samstagabend das letzte Heimspiel gegen Aue an und dort will und muss man sich seinen treuen Fans noch einmal ordentlich präsentieren. Und andererseits wird es kein letztes Heimspiel wie gewöhnlich. Eine derart große Verabschiedung gab es letztmals 2016, als neben Martin Schmidt die beiden Sonneberger Urgesteine Alexander Ebert und Martin Blechschmidt verabschiedet wurden. Letzterer jedenfalls folgt dem Wunsch von Müller und wird am Samstagabend noch einmal gemeinsam mit ihm Auflaufen. Es wird die letzte Partie als aktiver Spieler von Manuel Müller, nach sage und schreibe knapp 20 Jahren in Sonneberger Diensten hängt der 45-Jährige seine Handballschuhe an den sprichwörtlichen Nagel. (Vorbericht folgt)

So traurig und deutlich das Ergebnis aus Aschersleben klingt – es hätte auch anders kommen können. Im ersten Durchgang führte man nach genau elf gespielten Minuten beispielsweise mit 6:5. Kassierte anschließend aber gleich vier Gegentreffer, sodass die Hausherren selbst mit 9:6 führten. Gute fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff war man beim 10:12 kurz wieder in Schlagdistanz. Musste aber erneut drei Ascherslebener Tore hinnehmen und mit einem 10:15-Rückstand zum Pausentee. Von dort zurück war es ausgerechnet Spielertrainer Müller der zum Angriff blies und prompt verkürzte. Das 13:15 ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen. Doch wieder musste man, sicherlich auch bedingt durch eine Zeitstrafe, drei Gegentreffer in Folge hinnehmen. Beim 13:18 nach nicht einmal zehn gespielten Minuten im zweiten Durchgang schien die Messe gelesen. Egal was die Spielzeugstädter probierten, sie scheiterten an sich oder am Gegner und so gelang es den Gastgebern am Ende über die Stationen 22:15 und 27:17 einen ungefährdeten 28:19-Heimerfolg einzufahren und somit gleichzeitig auch den Klassenerhalt sicherstellen zu können. Herzliche Glückwunsch nach Aschersleben dazu.

Für die SHV-Mannen geht es am kommenden Samstagabend ab 19 Uhr gegen Aue zwar rein sportlich nur noch um die sprichwörtliche goldene Ananas. Doch für das Abschiedsspiel von Manuel Müller wünschen sich alle Beteiligten noch einmal viele Zuschauer, die dann auch noch einmal ordentliche Handballkost geliefert bekommen sollen.

Presse SHV

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