1. Männer: Vorbericht zum Abschiedsspiel

Letztes Spiel – in doppeltem Sinne

Handball, Mitteldeutsche Oberliga Männer, 6. Spieltag Abstiegsrunde, Vorbericht

Sonneberger HV – EHV Aue II (SBBS: 19 Uhr)

Sonneberg. Das sportliche Schicksal der Männer des Sonneberger Handballvereins (SHV) ist bereits seit dem letzten Wochenende besiegelt. Nach der 19:28-Auswärtspleite in Aschersleben gibt es auch keine theoretische Chance mehr die Klasse zu halten. Der Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga, Deutschlands vierthöchster Spielklasse, ist nicht mehr abzuwenden. In der kommenden Saison wird es für die Spielzeugstädter einen Neustart in der Thüringenliga geben. Der kommende Gegner, das Juniorteam des Bundesligisten aus Aue, steht ebenfalls schon als Absteiger fest. Rein sportlich gesehen geht es also de facto um nichts mehr. Und doch wird es ein Spiel der besonderen Art. Gäste aus Nah und Fern haben sich angekündigt, um einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung eines großen Sportsmannes zu bilden. Die Rede ist von Spielertrainer Manuel Müller.

Seit einigen Jahren wichtelte er nach jeder Saison, ob Schluss sein sollte auf dem Parkett, vor allem als 2016 zwei langjährige Weggefährten die Handballschuhe an Nagel hingen (Alexander Ebert und Martin Blechschmidt). Doch immer wieder sprang er in die Bresche, stopfte Löcher aufgrund der dünnen Personaldecke und war dabei wie eh und je Leitwolf und Anführer. Doch mit seinen mittlerweile 45 Lenzen soll jetzt endgültig Schluss sein – zumindest als aktiver Spieler auf dem Parkett. Als Trainer wird er den SHV-Mannen treu bleiben.

Knapp 20 Jahre trug er dabei das Trikot der Spielzeugstädter. Erlebte die Thüringer Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die damalige Regionalliga 2004, den Thüringer Pokalsieg 2007 und erst „kürzllich“ den zweiten Meistertitel verbunden mit dem Aufstieg in die Mitteldeutsche Oberliga. Wobei die Feierlichkeiten dazu aufgrund der Corona-Pandemie kaum stattfinden konnten. Umso mehr möchten alle Beteiligten den Samstagabend genießen. Noch einmal ordentliche Handballkost erleben und den langjährigen Kapitän verabschieden.

Bevor der gebürtige Berliner Manuel Müller nach Sonneberg kam, weilte er knapp 10 Jahre in Suhl, spielte dort sogar 2. Bundesliga und entwickelte sich vom Jungspund zum Anführer. Unter anderem auch wegen der Liebe verschlug es ihn ins südlichste Thüringen. Seine Frau Steffi, ebenfalls eine ehemalige Sonneberger Handballgröße, und die beiden Töchter waren stets an seiner Seite und hielten ihm den Rücken frei. Mittlerweile organisieren diese beispielsweise den Verkauf bei den Heimspielen mit.

Und so wird es auch am Samstagabend wieder Köstlichkeiten für jedermann geben. Freibier ist auch angekündigt. Das Spiel beginnt traditionell um 19 Uhr in der Steinbacher Dreifelderhalle der SBBS. Doch bereits vorher und vor allem danach wird genügend Zeit sein, viele ehemalige Weggefährten des Sonneberger Handballs zu treffen.

Presse SHV

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