1. Männer: 31:16-Heimsieg gegen Behringen/Sonneborn

Nach Pausentee Turbo gezündet

Handball, Thüringenliga Männer, 9. Spieltag, Bericht

Sonneberger HV – SV T&C Behringen/Sonneborn 31:16 (13:8)

Sonneberg. Wir schreiben den 9. Spieltag, die Spielzeugstädter absolvierten aber erst ihr 8. Saisonspiel. Ein Nachholspiel gegen Ronneburg steht noch aus (14.01.2023). Zu Buche stehen aktuell also acht Spiele, in denen die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) achtmal das Parkett als Sieger verließen. So auch am zurückliegenden Samstagabend, als man nach anfänglichen Schwierigkeiten schlussendlich dennoch souverän und deutlich mit 31:16 gegen den SV Town & Country Behringen/Sonneborn gewann.

16:0 Punkte und eine Tordifferenz von +72 Toren verdeutlichen, dass die Spielzeugstädter derzeit unangefochten als Tabellenführer Thüringens höchster Spielklasse gelistet werden. Durchaus beeindruckend! Ebenfalls beeindruckend sind auch die Ergebnisse der zweiten Männermannschaft, die bekanntlich als Spielgemeinschaft mit Mengersgereuth-Hämmern antritt und wiederholt sehr deutlich gewann. Das Vorspiel endete auch dank der Unterstützung der Nachwuchsspieler aus der Ukraine mit 37:22 gegen die Spielgemeinschaft aus Oppurg und Krölpa. Möchte man sich im Männerbereich langfristig auch höherklassig etablieren, ist ein konstanter „Unterbau“ natürlich sinnvoll. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zu gehen. Die bisherigen Saisonergebnisse stimmen jedenfalls zumindest optimistisch.

Am zurückliegenden Samstagabend jedenfalls hatte man in der ersten Hälfte noch erhebliche Probleme mit den Gästen aus Behringen und Sonneborn. Zur Halbzeitpause leuchtete ein 13:8 von der Anzeigetafel, wobei man bis zum 7:7 nach genau 19 gespielten Minuten pari pari unterwegs war. Dann aber erhöhten die Hausherren die Schlagzahl.

Aus der Kabine zurück machten die Gastgeber schließlich kurzen Prozess. Nach zehn gespielten Minuten im zweiten Durchgang erzielte Konstiantyn Ustymenko die erste zehn Tore Führung (21:11). Das folgende Tor war dann auch ein besonderes. Nicht nur, weil es die Führung auf 22:11 erhöhte, sondern weil es sein erstes Saisontor war. Der aus dem Nachwuchs des HSC Coburg im Sommer nach Sonneberg gekommene Mert Harmandaroglu traf sehenswert. Das Spiel war zwar längst entschieden, auch wenn noch über 15 Minuten zu spielen waren. Beim 30:15 kurz vor Schluss durch Tom Rehm betrug die Führung gar 15 Tore und der nächste Doppelpunktgewinn konnte kurze Zeit später bejubelt werden. Erfolgreichster Werfer der Südthüringer war einmal mehr Dino Mustafic. Der Coburger mit slowenischen Wurzeln erzielte insgesamt 12 Treffer.

Am kommenden Wochenende wird es dann nicht nur auf Mustafic ankommen. Die gesamte Mannschaft ist gefragt, muss hoch konzentriert zu Werke gehen und vor allem im Deckungsverbund mit den Torhütern funktionieren. Am Samstag wird man in Suhl erwartet, ebenfalls ein Anwärter auf die Medaillenränge, der allerdings nicht so erfolgreich in die Saison gestartet ist. Lediglich 13:5 Punkte stehen zu Buche, aber eben auch eine Tordifferenz von +70 Toren. Das Südthüringenderby dürfte auch diesmal halten, was es bereits in der Vergangenheit versprach – hochklassigen, emotionalen Handball. Das Vorspiel in der Suhler Wolfsgrube bestreiten übrigens die beiden Reservemannschaften aus Sonneberg und Suhl – ebenfalls ein Klassiker, laufen doch etliche ehemalige Oberligaspieler auf.

Presse SHV

Sonneberg: Kriuchkov, Melniychuk; Ustymenko (1), Harmandaroglu (1), Pedan, Ladyko (2), Maslak (1), Sychow, Untu (5), Mustafic (12/3), Zakharov (2), Bulov (2), Levitskiy (1), Rehm (4)

Strafwürfe: Sonneberg: 3/3; Behringen/Sonneborn: 2/2

Zeitstrafen: Sonneberg: 3; Behringen/Sonneborn: 0

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