1. Männer: Bericht zum Auswärtssieg in Erfurt

Handball, Thüringenliga Männer, 11. Spieltag, Bericht

HSC Erfurt – Sonneberger HV 30:32 (11:16)

Mit Kampf und Krampf zum Sieg

Erfurt/Sonneberg. Sonnebergs Thüringenligahandballer konnten am vergangenen Samstagabend ihre beiden Serien in dieser Spielzeit ausbauen. Zum einen bleiben sie auch nach dem 11. Spieltag weiterhin ungeschlagen und zum anderen war der 32:30-Auswärtserfolg in Erfurt bereits der siebte Sieg in Serie.

Vielmehr positives kann man der Partie in Thüringens Landeshauptstadt aber auch nicht abgewinnen. Zu fehlerhaft und zerfahren war das Spiel der Südthüringer und so setzte bereits in der Kabine nach dem Spiel die Aufarbeitung ein. Und diese ist auch zwingend erforderlich, denn am kommenden Wochenende empfangen die Spielzeugstädter mit Jena einen der ärgsten Verfolger. Derartige Tiefschlafphasen, wie in Erfurt, können dann viel härter und konsequenter bestraft werden.

So starteten die Sonneberger mit einem 1:6-Lauf in die Partie und zwangen ihren Spielertrainer Manuel Müller, der erneut nur neben der Platte dirigierte, bereits nach zehn Minuten zu einer Auszeit. Zumindest damit hatte er Erfolg und auch mit einer Abwehrumstellung. Von nun an deckte man offensiver und nutzte die so gewonnen Bälle, um schnelle Konterläufe zu initiieren. Durch diese erfolgreichen Torabschlüsse stabilisierte sich auch der Positionsangriff und man war beim 5:6 wieder dran. Die folgende Auszeit der Hausherren fruchtete dabei nur zum Teil, wobei sich die Erfurter in der 18. Minute selbst schwächten. Bei einem Gesichtstreffer bei Thorsten Zimmermann von Johannes Trommer unterstellten die beiden Unparteiischen vermutlich Absicht und schickten ihn deshalb folgerichtig mit „rot“ direkt zum Duschen. Einer, wenn nicht der stärkste Rückraumwerfer der Gastgeber konnte von nun an also nicht mehr mitwirken. Dennoch blieb die Partie weiter offen, doch als die Südthüringer endlich den Ausgleich herstellten (11:11) entfachte dies wahrscheinlich das nötige Feuer. Fünf weitere Tore ließen sie folgen und rührten in der Abwehr den sprichwörtlichen Beton an. Kein Gegentreffer in den letzten Minuten bis zur Halbzeit ließ den Vorsprung in die Höhe schnellen (16:11). An sich eine beruhigende Führung, mit der es sich im zweiten Durchgang hätte locker leben lassen.

Doch vermutlich nahm es der ein oder andere zu locker. Erfurt jedenfalls gab sich nicht auf, stellte selbst auch auf eine offensivere Deckungsvariante um, und zwang die Gäste so immer wieder zu Fehlern. Erschwerend kam hinzu, dass die Spielzeugstädter die Hälfte des zweiten Durchgangs in Unterzahlt spielten. Das Vater-Sohn-Gespann Pfefferkorn/Pfefferkorn verteilte im ersten Durchgang fünf Zeitstrafen an die Hausherren und lediglich zwei an die Gäste. Dies wollten sie im zweiten Spielabschnitt vielleicht korrigieren, denn Erfurt musste keine einzige Zeitstrafe abbrummen, Sonneberger dagegen acht, also insgesamt 16 Minuten. Tom Rehm kassierte dabei bereits in der 47. Minute die dritte Zeitstrafe und war von nun an ebenfalls zum Zuschauen verdammt. Doch den beiden Herren in schwarz kann man die Schuld zweifelsohne nicht alleine geben, auch wenn sie aus Sonneberger Sicht das ein oder andere Mal etwas zu kleinlich pfiffen. Es waren auch dumme und unnötige Aktionen dabei, mit der sich die Spielzeugstädter das Leben selbst schwer machten. Doch bis zum 24:15 war noch alles in Butter, man führte mit neun Toren und sollte das Spiel doch nach Hause schaukeln können. Als man zehn Minuten vor Schluss immer noch mit sechs Treffern in Front lag (30:24), wähnten sich alle auf der Siegerstraße. Doch die gastgebenden Erfurter kämpften vorbildlich und waren beim 28:30 aus deren Sicht auf einmal wieder in Schlagdistanz. Doch auf mehr als zwei Treffer kamen sie nicht mehr heran (31:29 aus Sonneberger Sicht) und so retteten sich die Südthüringer, um die beiden elfmaligen Torschützen Moritz Weitz und Mike Weißbrodt, doch noch in den Siegerhafen (Endstand 32:30).

Presse SHV

Sonneberg: Ebert, Wolf; Müller (n.e.), Rottenbach (1), Schlücke, Weitz (11/7) ,Oehrl (3), Blechschmidt, Zimmermann (2), Poser (1), Weißbrodt (11), Rehm (3)

Strafwürfe: Erfurt: 4/5; Sonneberg: 7/7
Zeitstrafen: Erfurt: 5+1 RK; Sonneberg: 10+1RK
Disqual.: Trommer (Erfurt, 18. Min., grobes Foulspiel), Rehm (Sbg., 47. Min., 3x2min)
Zuschauer: 80

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