Am vergangenen Sonntag ging es für die Männermannschaft des SHV erneut um wichtige Punkte im Meisterschaftskampf der Landesliga Thüringen. Diesmal ging es auf Aufwärtsfahrt nach Apolda, wo die 2.Mannschaft des HSV Apolda 1990 wartete. Und wie schon vermutet mussten die Sonneberger Schwerstarbeit verrichten bevor die 2 Punkte sicher waren. Zusätzlich ging bei den SHV Männer eine kleine Krankheitswelle um und einige Spieler konnte gar nicht mitwirken oder gingen angeschlagen ins Spiel. Zum Glück erhielt die Mannschaft Unterstützung einiger Spieler die eigentlich schon kürzer treten wollten. So standen unter anderem Daniel Heim, Paul Dietrich, Frederik Illing und Franz Bartl im Sonneberger Kader.
Die Apoldaer waren lange Zeit ebenbürtig und führten die Partie, vor allem aufgrund des unkonzentrierten Offensivauftritt der Sonneberger, über weite Teile der ersten Hälfte an. Die Defensive dagegen zeigte erneut eine gute Leistung und machte eine Wende des Spiel erst möglich. In der 2.Hälfte fand auch die Offensive besser ins Spiel und die Partie entwickelte sich zugunsten des SHV. So stand am Ende doch ein gutes Ergebnis von 27 :22 ( 10 : 13 ) für die Sonneberger zu Buche.
Im Gegensatz zu den letzten Spielen kamen die Männer von Pit Poser nur schwer ins Spiel und der Gastgeber ging zunächst mit 0 : 2 in Führung. Die Sonneberger konnten aber unter anderem durch 3 Tore von Dinu Untu schnell kontern und führten in der 10.Spielminute mit 5 : 4. Nach einigen ausgeglichenen Minuten zog der HSV Apolda II das Spiel an sich. Im Sonneberger Angriff häuften sich die Fehlversuche und leichtsinnige Ballverluste, auch vom 7 – Meter Punkt sollte bei 3 Versuchen kein Tor gelingen. In dieser Phase war es der stabilen Sonneberger Abwehr um Borys Kriuchkov zu verdanken das der Rückstand nicht noch weiter anwuchs. So führten die Gastgeber nach einer umkämpften und torarmen Phase in der 25.Spielminute mit 8 : 12. Bis zur Halbzeit verkürzten zunächst der SHV wieder auf 2 Tore, aber mit dem letzten Angriff zogen die Apoldaer wieder auf 3 Tore davon. Mit einem Zwischenstand von 10 : 13 ging es dann in die Pause.
Zurück aus der Kabine war den Sonneberger der Willen, das Ergebnis noch zu ihren Gunsten zu drehen, an zu sehen. Vor allem in der Offensive präsentierten sie ein anderes Gesicht und auch die Defensive präsentierte sich weiter sattelfest. In wenigen Minuten egalisierte der SHV den 3 Torerückstand und ging in der 40.Spielminute erstmals seit langer Zeit wieder mit 15 : 14 in Führung. Der Gastgeber schlug zwar umgehend mit 2 Toren in Folge zurück, aber die Sonneberger Männer blieben jetzt dran und agierten auch in der Folge deutlich zielstrebiger als noch in der ersten Hälfte. Die folgenden Minuten gestaltete sich die Partie zunächst ausgeglichen. Sonnebergs Trainer Pit Poser leitete die Schlussphase in der 45.Spielminute ( 19 : 19 ) mit einer Auszeit ein. Er schwört seine Mannen noch einmal ein und baute die Abwehr noch etwas um. Mit Frederik Illing bot er Erfahrung auf und stabilisierte die Abwehr dadurch noch zusätzlich. Die Umstellung lenkte die Partie umgehend in die Richtung der Sonneberger. Die Apoldaer kamen kaum noch durch den Defensivverbund des SHV und auch im Angriff lief es deutlich runder. Durch schöne Kombinationen und auch endlich Torerfolge vom 7 – Meter Punkt wuchs der Vorsprung schnell an. Bis zum Ende der Spielzeit zogen die Sonneberger noch auf 5 Tore davon ( 27 : 22 ).
Mit 2 weiteren Punkten im Gepäck konnten die Sonneberger Männer sich also auf die Heimreise begeben. Der SHV musste aber wirklich 100% für den Erfolg geben, da die Apoldaer über die gesamte Spieldauer sich als harter Gegner erwiesen. Die kompakte Abwehr des SHV war dabei der entscheidender Faktor. Die Offensive dagegen hatte in diesem Spiel lange Zeit viel Luft nach oben. Daran wird das Trainerteam um Pit Poser in den spielfreien Tagen arbeiten. Nun heißt es aber erst einmal Erholung und Zeit zum Auskurieren der großen und kleinen Wehwehchen.
Sonneberg: Kriuchkov; Heim, C. Bartl (1), Martalog (4), Illing, Heinz, Lungu (2), F. Bartl, Krivchikov (5/2), Dietrich, Untu (11/1), Bulov (4), Hoffmann

