Am gestrigen Samstag stand für den SHV das nächste Spiel in der Landesliga Thüringen auf dem Programm. Im Nachholspiel des 11.Spieltag war dabei der Nordhäuser SV zu Gast in Sonneberg. Ein Duell der Gegensätze, während die Sonneberger Männer den Spitzenplatz weiter festigen wollen kämpfen die Gäste noch um den Klassenerhalt. Spannende Voraussetzungen für ein intensives Handballspiel und die Erwartungen sollten sich bewahrheiten. Nachdem sich die Partie scheinbar früh in Richtung des SHV entwickelte schlugen die Gäste Mitte der ersten Hälfte zurück und agierten lange Zeit auf Augenhöhe. Der SHV hatte Probleme mit der quirligen Offensive der Gäste und tat sich auch in der eigenen Offensive über weite Strecken schwer. Dank des frühen Torpolster und der abgeklärten Leistung einiger Routiniers behielten die Sonneberger trotz allem die Kontrolle über die Partie. Am Ende sicherte sich der SHV mit einem einigen Toren zu deutlichen Ergebnis von 35 : 26 weitere 2 Punkte.
Beide Teams starteten gemächlich in die Partie und tasteten sich erst mal ab. Den Toreigen eröffnete der SHV, nach einem verworfenen 7-Meter der Sonneberger konnten die Gäste aber wieder ausgleichen. In der Folge setzten die Sonneberger in Form von Paul Hempel die ersten Nadelstiche. Mit seiner spektakulären Doppelparade leitete er die erste Drangphase des SHV ein. Durch Tore von Dinu Untu, Oleksandr Pedan und dem Debütanten Andrian Morari zogen die Sonneberger bis zur 11.Spielminute auf 8 : 2 davon. Die Gäste antworteten mit 2 Toren in Folgen, welche aber wieder umgehend von den Sonneberger gekontert wurden. Die Kräfteverhältnisse änderten sich aber nun. Der SHV Männer agierten etwas unkonzentriert und gingen fahrlässig mit ihren Chancen um. Im Gegenzug fanden die Nordhäuser immer besser ins Spiel und stellten die Sonneberger Defensive vor schwierigen Aufgaben. Beim Stand von 10 : 4 in der 16.Minute erhielt Sonneberg ihre erste Zeitstrafe, diese wussten die Gäste sehr gut zu nutzen. In den kommenden Minuten kam Nordhausen wieder bis auf 2 Tore heran ( 22.Min – 10 : 8 ). Durch Dinu Untu und Kapitän Anatoli Bulov wurde der Abstand zunächst vergrößert aber die Gäste waren jetzt voll in der Partie und verkürzten bis zur Halbzeit wieder 13 : 10.
Mit einem kleinen Polster von 3 Toren ging es also in die 2.Hälfte und die Partie blieb weiter hart umkämpft. Die Sonneberger Abwehr hatte weiterhin ihre Probleme und kassierte vor allem durch schnelle Gegenstöße und über Außen einfache Tore. Aber der Angriff lief wieder deutlich flüssiger und zielstrebiger. Zusätzlich sprangen die Routiniers um Viktor Ladyko und Oleg Kumogorodskyy in die Bresche und sorgten mit ihren Toren für Entlastung. Es ging also weiterhin munter hin und her und der Abstand blieb lange Zeit konstant. Nordhausen versuchte alles aber kamen nicht näher als 3 Tore heran. Die Sonneberger konnten sich aber auch nicht weiter weg absetzen, da sich auch die Gästeabwehr stabil zeigte. So leuchtet nach 45 gespielten Minuten ein Zwischenstand von 24 : 20 von der Anzeigetafel. Das letzte Viertel sollte also weiterhin spannend bleiben. Das Niveau der Partie ließ etwas nach und es häuften sich die Unkonzentriertheiten und Fehlpässe. Vor allem die Gäste mussten allmählich Tribut zollen für ihr schnelles und intensives Spiel. Die Sonneberger übernahmen zunehmend die Kontrolle und führten durch ein Tor vor Mykhaylo Krivchikov wieder mit 5 Toren ( 47.Min. – 26 : 21 ). Die Gäste nahmen nochmal eine Auszeit aber ein Umschwung sollte ihnen nicht mehr gelingen. Die Sonneberger spielten die Partie nun abgezockt zu Ende und nutzten die nachlassenden Kräfte der Gäste gnadenlos aus. Tore von unter anderem Dinu Untu, Christian Bartl und ein 7-Meter Paul Dietrich schraubten das Ergebnis in die Höhe. So ging die Partie mit 35 : 26 mehr als deutlich zu Ende.
Der Abend endete also mit 2 weiteren Punkten für die Sonneberger Männer und Platz 1 wurde weiterhin gefestigt. Bis dahin war es aber mehr Arbeit als eigentlich erwartet. Der Gegner erwies sich als harter Brocken und hat mit Leistungen wie dieser eigentlich nichts in der unteren Tabellenhälfte zu suchen. Die Sonneberger lieferten dagegen eines ihrer schwächeren Saisonspiele und konnten nicht an die letzten Spiele anknüpfen. Die Abwehr bekam die Gegner lange nicht in den Griff und lies die Torhüter oft alleine. Die Offensive agierte selten zielstrebig genug und leistet sich einige Unkonzentriertheiten. Trotz allem konnte man die Partie dank Routine und starken Teamgeist die Partie für sich entscheiden. In der kommenden Woche wird es im Training einiges aufzuarbeiten geben, den viel Zeit gibt es nicht bevor das nächste Spiel wartet. Auch der Kampf um die Meisterschaft ist weiterhin offen.

